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Freitag, 15. Juni 2012

Spielerfrauen

Wer was über Spielefrauen erfahren will, die/der muss hier lesen.  ... puhh, also: so viel/sprich: so häufig/ sprich: so themenfixiert wurde hier ja noch nie gebloggt ... und dann auch gar nicht hier, sodern da!
Macht Spaß!
Und: im richtigen Leben freu mich jetzt schon auf das nächste public viewing ... denn: ich mag ja andere Menschen echt gern... zeitweise zumindest... und denke gerade voll oft an die Fußball-WM 2006 in Berlin ... war sehr cool! Was? 2006? Time flies by ...

Donnerstag, 4. August 2011

Schlafendes Monster

August ist Ferienzeit. 
(eigentlich würde ich sogar behaupten Sommerferienzeit ... aber das spare ich mir ... siehe Himmel)

Ferienzeit ist Lesezeit. 
(zumindest für all jene, die dieser Beschäftigung erstens gerne und zweitens am liebsten mit viel Zeit am Stück nachgehen)

Lesezeit ist Abenteuerzeit. 
(und Abenteuer kann man momentan hier in Brüssel echt gut gebrauchen. Denn die Stadt ist momentan von all ihrer europäischen Geschäftigkeit befreit. Sie plätschert dahin -nicht nur von oben-, ruht sich aus, ist mehr moll als dur, sommerpausiert vor dem großen Erwachen in ein paar Wochen)


Das folgende Buch habe ich geschenkt bekommen (kpsf: merci beaucoup!). Und es ist sehr lesenswert. Keineswegs reißerisch aufgemacht, besticht es durch seine detaillierten Ausführungen  - und selbst ich, die ich mich doch für „Europa“ interessiere und mich auch dann und wann damit beschäftige, bin manchmal sprachlos  in welchen Mühlen und bürokratischen Verstrickungen die Staatengemeinschaft mittlerweile festzustecken droht. Immer wieder ist mir beim sanften Monster  die Systemtheorie von Luhmann durch den Kopf geschossen. Vielleicht können große Organisationen/Gebilde ja gar nicht anders als zunehmend zu erstarren und nur nach innen zu kommunizieren. 


...hmm... schwere Kost? Naja, ist ja auch kein wirklich sommerlicher Sommer. Da kann man ja auch mal umdisponieren.
Und viele, die sich aktuell mit der Eurokrise auseinandersetzen, könnten die Lektüre dieses fast grundlegenden Essays ganz gut gebrauchen.


Das sanfte Monster ist momentan jedenfalls ein schlafendes.


Mittwoch, 30. März 2011

Weltrekord

So, jetzt ist es also soweit: Belgien ist Weltmeister!
290 Tage ohne Regierung - und noch ist kein Ende in Sicht. Der Irak mit 289 Tagen wird damit absehbar auf der Strecke bleiben. Es ist eine absurde politische, nicht-regierte Situation mitten in Europa.
Gegen die Teilungsabsichen setzten sich hier öffentlich vor allem die jungen Leute ein. Frittenrevolution nennen sie das. Schließlich sind die Fritten hier eine Art Nationalsymbol. Eine Sache, auf die sich alle Belgier einigen können. Fritten werden abgöttisch geliebt und nur ungern geteilt. Wenn, dann für den guten Zwek - so zum Beispiel gestern im Rahmen der Kundgebungen. Die jungen Frites-Belgier aus allen Landesteilen haben dabei eindeutig klar gemacht, dass ihnen dieser Weltrekord nicht gefällt und dass sie von den Politikern endlich eine konstruktive Lösung erwarten. Für ein gemeinsames Belgien! Für die Fritten!





Montag, 14. März 2011

Feierabend

Auf meiner Nach-Hause-Strecke komme ich hier immer an einem Supermarkt vorbei. Davor sitzt immer der gleiche Supermarkt-Bettler (wenn es dafür einen pc-Begriff geben sollte, dann tausche ich gerne aus). Nix neues, da musste ich mich nicht umgewöhnen, das war in Berlin genauso. Ich pflege da automatisch immer ein bisschen Kontakt (nicken - Geld - nicken, oder auch mal: nicken - kein Geld dabei - nicken). Heute hat der Brüssler seinen Stuhl und sein Tischchen gerade zusammen geräumt, als ich vorbeiging. Also quasi sein Büro geschlossen (er sitzt da tagtäglich wirklich wie am Schreibtisch ... und da er einen Parkplatz blockiert, zieht er auch ordentlicher Weise ein Parkticket, wenn die Polizei kommt - in belgischer Geschwindigkeit, versteht sich...). Und er hat sich heute bei mir mit einem Wink-Gruß in den Feierabend verabschiedet. Ich konnte nix mehr machen - er hatte geschlossen.

Musste echt schmunzeln und an eine Geschichte mit "meinem" Supermarkt-Bettler in meinem alten Kiez denken. Ich kam wie immer gestresst nach der Arbeit kurz vor Torschluss da an: Mit dem Fahrrad. Und dann klemmte das Schloss. Und ich musste doch noch kurz Tomaten, Oliven, Milch und Weißwein (oder ne ähnliche Kombi) kaufen. Da kam er an, der Jute, und sagte mir, ich müsse mein Fahrrad nicht abschließen. Wir kennen uns ja und er passe schon drauf auf, während ich meiner Konsumlust fröne... Als ich rauskam war ich (dummer-, doofer-, peinlicherweise) echt erleichtert, dass der Jute und vor allem das Radl noch da waren. Hab ihm eine Parkgebühr ausgehändigt und gefragt, ob er denn diesen Spezialservice immer anbiete. Er sagte " Jau, icke bin hier. Sechs Tage die Woche. Und immer bis achte. Abba Kaisers baut ja um, wa, und dann is 2 Wochen dicht hier - und dann hab ich endlich mal Urlaub!"

Die Welt ist unerecht. Aber eine optimistische Weltsicht immer großartig. In diesem Sinne: Tassen hoch  auf einen wohlverdienten Feierabend!

(Anm. d. Red.: Wenn Sie schon meinen Parkplatz nehmen, dann bitte auch meine Behinderung)

Samstag, 1. Januar 2011

Listen

Ich habe in meinem vorherigen Leben/jugendlichen Leichtsinn mal ein Praktikum bei einem großen Hochglanzleutemagazin gemacht. War super. Und eine Aufgabe, die ich dort besonders mochte, war das Listen-Errstellen für die letzte Seite. Waren echt unterhaltsame Rechercheaufträge dabei. "Welche 10 Prominente sind vom Ausbildungsberuf her Metzger?".

Das Praktikum liegt jetzt weit zurück. Aber ich mache noch immer meine Listen. Fast täglich. Klar hat sich die Thematik geändert, andere VIPs (Very Important Pipifax) beherrschen jetzt meinen Alltag: die 10 wichtigsten Lebensmittel aus dem Supermarkt, die 12 liegengebliebenen, privaten Antwort-E-Mails, die 28 To-dos im Büroalltag, die 42...

Dennoch: ich liebe Listen. Wenn ich aufschreibe, fühle ich mich strukturiert, wenn ich durchstreiche oder abhake, durchflutet mich ein Erfolgsgefühl. Alles was unerledigt bleibt und von einer Liste auf die nächste wandert (und von dort zur nächsten und von dort zur nächsten) wird erst zu meinem persönlichen Feind und dann gänzlich missachtet.

Zwei Listen gibt es jedoch im Jahr, die mir besonders am Herzen liegen. Die "was habe ich im vergangenen Jahr so gemacht"-Liste und die "was will ich im kommenden tun"-Liste. Beide mache ich immer so um den Jahreswechsel. Letztes Jahr stand unter anderem drauf, dass ich das kommende Jahr in Bruxelles auch zum Schreiben nutzen will, dass ich die Stadt erkunden und erleben möchte und dass ich einen Französisch-Sprackurs machen will. Wenn ich anhand dieses Blogs zurückblicke (z. B. hier, hier oder hier), dann kann ich nur sagen: Häkchen, Häkchen, Häkchen. Gut. So kann es weitergehen in 2011. Am besten ich setzte die Dinge einfach nochmals drauf ... hmm, ob das funktioniert?
Allen, die hier regelmäßig lesen, sei an dieser  Stelle jedenfalls das "schöne neue Jahr zum Mitnehmen" gewidmet. Take it - easy!

Sonntag, 5. Dezember 2010

Zwarte Piet




Obwohl Belgien ein sehr kleines Land ist, kann auch hier der Nikolaus nicht die ganze Arbeit alleine machen. Unterstützung bekommt er aber hier nicht durch Knecht Ruprecht, sondern durch den "Zwarte Piet", den schwarzen Peter also. Überall gibt es momentan diese kleine Schokoladenfiguren zu kaufen. Und für die Familien, in denen Väter oder gute Freunde zum Real-Version-Auftritt gezwungen werden, liegt in den Kaufhäusern eine Kombi aus buntem Umhang, schwarze Farbe fürs Gesicht und rote für die Lippen bereit.
Natürlich hat der Zwarte Piet vermutlich rassistische Wurzelt (das Schwarze, das Fremde der Teufel) und natürlich wurde in früheren Zeiten den Kindern gerne Angst eingejagt, indem man ihnen erzählte, dass sie der schwarze Mann mit nach Spanien (jaja, auch das Malle-Heimatland galt als fremder Kulturkreis) mitnimmt. Aber dieses Phänomen ist weitverbreitet und von seiner Tradition mittlerweile so losgelöst, dass ich an dieser Stelle niemanden den "schwarzen Peter" zuschieben will - sondern es eher passend & schön finde, dass in einer Stadt wie Brüssel, in der farbige Mitbürger das Stadtbild entscheidend prägen, wenn neben den käsgesichtigen Nikolausfiguren (war der nicht eigentlich auch ein Bischof aus der Türkei?) ein bisschen Farbe die weiße bzw. regnerische Winterlandschaft belebt.

Dienstag, 14. September 2010

Comic


Worüber man nicht reden kann, darüber soll man schweigen.
Oder zeichnen?
Dann wäre zumindest geklärt, warum Brüssel auch als die Hauptstadt des Comics bezeichnet wird und in keinem anderen Land Europas die Comic-Kultur so verbreitet ist wie in Belgien. Comic ist hier kein Kinder-Ding, sondern eine Kunstform ("die neunte Kunst"). Und diese hat bekannte Vertreter: Tim und Struppi (von Hergé), Spirou (von Franquin), Die Schlümpfe (von Peyo) und natürlich Lucky Luke (von Morris).

In dem Land, in dem es jede Menge politische und kulturelle Streitigkeiten über die "Hauptsprache" gibt, existiert also eine Parallelwelt, die ob ihrer symbolhaften, wortlos aussagekräftigen Kommunikationsform durch Bilder von allen flämisch-wallonisch-und-sonstwas-Auseinandersetzungen unangetastet bleibt.

In surrealistischer Weise schwebte am Wochenende beim Comicfestival am Kunstberg der Luftballon-Polizist über den Köpfen seiner Realo-Kollegen. Seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, scheint in der Comic-Welt alles in bester Ordnung zu sein.

Mit dieser Feststellung hätte ich diesen Beitrag auch gerne abgeschlossen. Allerdings muss ich nach der aus meiner Sicht sehr zweifelhaften Auszeichnung des dänischen Karikaturisten Westergaard im Namen der Pressefreiheit ein großes Fragezeichen dahinter setzen. Auch in der "Zeichen-Sprache" kann es keine Freiheit um jeden Preis geben. Wo Bilder unklar werden, wo sie weiter reichen als sie dürfen, wo sie bewusst überzeichnen und über ihren Rahmen hinausgehen, da muss doch wieder miteinander gesprochen werden. In der richtigen Welt.

Freitag, 30. April 2010

Sprachschwierigkeiten

In Belgien ist die Regierung zusammengebrochen. Genauso gut könnte man wahrscheinlich mittlerweile feststellen: Im Winter ist es kälter als im Sommer. Nichts Überraschendes also. Etwas, das in aller Regelmäßigkeit passiert. Etwas, das nicht schön ist, aber auch nicht im Entferntesten lebensbedrohlich.

Auslöser für die aktuelle Krise ist im Grunde wie immer ein Streit zwischen den Flamen und den Wallonen. In diesem Falle geht es um das Wahlrecht im Wahlkreis BHV (= Brussels-Halle-Vilvoorde). Dieser entspricht nicht der generellen Aufteilung Belgiens in flämisches, wallonisches und Brüssler Gebiet. Der BHV ist regionenübergreifend. Zu ihm zählen die zweisprachige Region Brüssel-Hauptstadt und über 30 flämische Kommunen. Das bedeutet dann zum Beispiel, dass frankophone Parteien (bei Europa- oder Parlamentswahlen) Stimmen von Wählern in Flandern bekommen können, während das andersrum nicht möglich ist. Und es bedeutet, dass französisch sprchende Brüssler in den Außenbezirken sprachliche Sonderrechte in einigen Gemeinden Flanderns genießen, beispielsweise im Schulbereich. Und das führt und führte seit Jahren zu Streit, zu Abspanltungsbewegungen

Ich will dieses sehr koplexe Thema an dieser Stelle gar nicht weiter aufdröseln - nur feststellen, dass ich den Sprachmischmasch hier im Alltag als etwas sehr Hilfreiches und Schönes empfinde. Irgendwie versteht man sich immer. Kann kommunizieren. Meist in Sprachversatzstücken. Aber mit Ergebnissen.
Das befriedigt keine National- (oder diesem Falle Regional-)interessen. Ist mir klar. Aber kann und muss das das einzige Ziel sein? Ist Belgien nicht vielleicht ein Präzedenzfall euröpäischer Entwicklungen? So sieht es auch der Soziologe und Philosoph Geert Van Istendael und formulierte: "L'Europe sera belge ou ne sera pas" - Europa wird belgisch werden oder untergehen. Mit ersterem könnte ich gut leben.

Montag, 12. April 2010

Weltfrieden

Als Neubürger einer Stadt macht man wahrscheinlich immer ähnliche Dinge. Zum Beispiel den Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen Guten-Tag-Sagen. Mache ich auch. Und vor Kurzem habe ich mir das Atomium angeschaut. Müsste ich Brüssel zeichnen, dann würde ich sicherlich mit diesem unverwechselbaren Kugel-Bau beginnen. Entstanden anlässlich der Expo 1958, der ersten Weltausstellung nach dem 2. Weltkrieg. Kein Turm, kein Palast, keine Skyline, sondern dieses kubisch-sphärische Etwas. Kennt man ja von unzähligen Bildern. Aber warum denn in Form eines Atoms? Atom! (Klar, das Atom an sich ist erst mal neutral und bezeichnet den kleinsten Baustein, in die sich Materie zerlegen lässt. Nun stamme ich aber ursprünglich aus einer Gegend, die mit einem alten Kernkraftwerk gesegnet war. Meine gesamte Kindheit bin ich nach der Lektüre von Büchern wie "Die Wolke" und "Die Kinder von Schewenborn" nachts aufgewacht, und dachte, dass das nächtliche Gewitter wohl nun tatsächlich der mir literarisch vertraute GAU in echt sei.)
Also, warum wählt man bitte schön ein Atom als Wahrzeichen? Oder zumindest als Aushängeschild für eine Weltausstellung, die vor dem Hintergrund des gerade überstandenen Krieges unter dem Motto "Bilanz der Welt - für eine menschlichere Welt" stand? Nun, ganz einfach: man dachte tatsächlich, dass man durch die friedliche Nutzung der Kernenergie die Welt für alle Menschen besser machen könnte. Dass der technischen als auch wissenschaftlichen Fortschritt automatisch in eine friedlichere Zukunft auf höherem Lebensniveau führen würde. Hmm, über 50 Jahre später und mit Blick auf die aktuellen Verhandlungen über weltweite, atomare Abrüstung, sollte man vielleicht die Geschichte und Bedeutung des Atomiums wieder bekannter machen. Dinge werden ja nicht richtiger, nur weil man sie immer und immer behauptet…



Die Besichtigung des Atomiums lohnt sich auf jeden Fall. Für alle, die die absurde und eigenwillige Architektur der Belgier mögen. Für alle, die futuristische Haushaltsgeräte à la Raumschiff Orion lustig finden. Für alle, die wie Gulliver durch ein 165 Milliarden Mal vergrößertes Eisenkristall klettern möchten. Ja, und auch für alle, die sich versichern möchten, dass das Anstoßen auf den Weltfrieden verglichen mit anderen Maßnahmen ein eher ungefährliches und sinnvolles Unterfangen ist.

Donnerstag, 18. März 2010

Büchlein

Manchmal beneide ich sie. Die schicken, jungen Leute, die ganz legèr gekleidet überall auf der Welt in den Cafés sitzen und bei einem Getränk ihrer Wahl (in Berlin war es der Latte Macchiato, in Brüssel ist es die antialkoholische Variante des caipirinhas: ein Tee aus frischer Minze und in Bali wird es wohl ein Lassi sein ... nur um mal wieder konsequent beim B zu bleiben) ihre Geistesblitze oder ähnliches in das stylische Laptop (mit dem mit Birnen nicht zu vergleichenden Emblem auf des Computers Rückseite) vor sich tippen. Sie sitzen da, als wären sie sorglos und schaffen all das scheinbar nebenbei, wozu sich Leute wie ich normalerweise ins Büro quälen müssen (okay: quälen musste ich mich nie - aber da bleiben, und das war dann manchmal eine Qual der Wahl).

Dennoch: auch wenn kein Büroalltag den Tag strukturiert, müsste ich mich für eine solche Aktion erstmal mindestens eine Stunde in Form bringen. Nein, damit ist kein Sportprogramm oder gar Botox gemeint - sondern die Expedition Kleiderschrank, denn schließlich muss man zum Ambiente des Cafés passen (man kann sich auch over-/underdressed anziehen - hat dann aber weniger Spaß, meine ich). Dann würde eine weitere Stunde folgen, in der ich, mein Laptop im Arm schlendernd durch die sich gerade anbietende Stadt schlendere (so: und auch hier ist doch schon das nächste Problem: so leicht ist doch das Ding gar nicht - und meines gehört nun wirklich nicht zur Marke uraltundsuperschwer), denn wenn ich das nicht tue und den schnellsten Weg nehme, dann isses ja doch wie ins-Büro-gehen. Im Café angekommen, würde ich ein Heiß-/Kaltgetränk meiner wahr bestellen und es in einem Zug leeren (das mache ich schon immer so - alle Kneipenbesitzer freuen sich über Gäste wie mich - und finanzieren sich darüber). Noch schneller, als ich mein Flüssiges inhaliere, ist dann bestimmt mein Akku am Arsch (schöner: leer). Super entspannte Sache würde ich da mal sagen...

Nein, dann bleibe ich doch bei der mir vertrauten und für mich entspannteren Variante: ich schlendere durch die Gegend, lasse mich dann und wann mal nieder (auf einer Parkbank mit einer Wasserflasche oder im Cafe zum Kaffee/Tee - gerne auch mal einem Bierchen oder Weinchen zu späterer Stunde) und schreibe handschriftlich auf, was mir so passiert ist, an was ich denke, was ich nicht vergessen will, was wichtig sein könnte ... und so fort.
Eine Freundin hat mir zum Abschied ein Moleskine für Brüssel geschenkt - sehr geil! Hat einen Stadtplan und Raum für Notizen und schließlich haben auch schon große Literaten und Künstler wie Bruce Chatwin, Ernest Hemingway, Oscar Wilde, Pablo Picasso, Vincent van Gogh und Henri Matisse ihre Ideen darin niedergeschrieben. Ich könnte mich in eine große Tradition einreihen. Würde ich mich auch gern. Aber trau mich nicht. Weil das Büchlein so schön ist. Und ich mir so genau überlege, was ich da reinschreibe, dass ich dann erstmal nix auf die kostbaren Seiten schreibe, sondern weiterhin auf olle Notizzettel....
Und weil ich das jetzt so doof fand und den Luxus, dieses Büchlein zu haben, doch auskosten wollte, habe ich mir einen Bleistift zugelegt. Da kann ja nix schiefgehen. Ist ja alles wieder rückgängig zu machen. Der goldenen Mittelweg der Unentschlossenheit .... hach, wie gesagt: manchmal beneide ich sie....