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Sonntag, 28. Oktober 2012

schonwiederfarben....

.... jetzt ist aber gut,wir sind ja schließlich nicht im walldorfkindergarten... und nur weil mal altweibersommer oder indian summer oder einfach ein bunteblätterimsonnenlicht-herbst seine aufgabe perfektestens umsetzt, muss ja hier nicht ständig entzückungsalarm herrschen...
tut es trotzdem. t'schuldigung. ist einfach ne freude fürs auge und wunderschön gerade durch die natur zu laufen und das farbenszenario, die stimmung, den geruch von feuer oder erde zu genießen. kurz: alle zwischen 35 und 45 genießen den herbst, kochen gerne und trinken zwischenduch nen tee.... (mit mitte 20 war party, sommersonnenschein und ... nunja ;-))
passend zum wetter habe ich mich heute an einem kürbis-lauch-spinat-zucchini-frühlingszwieben-ingwer-knoblauch-curry versucht ... mit fisch. ich fand's super!

mein mitesser hat wohl eher folgendes gedacht ;-) ...

Sonntag, 21. Oktober 2012

Herbstsonne

Eigentlich wäre ja das Afrikamuseum in Tervuren mal dran gewesen ... aber dann: Sonntagsuperwundervollherbstwetter - da MUSS man spazieren gehen (und: multikulti war ja schon am Samstag bei Moldawia und Leuten, die keine Pumpkin mögen, aber trotzdem ein 1a-Kürbisdinner herbeizauberten ;-)) Heute also keine Kultur ... nur Späääätsommersonnenstrahlen und Wahnsinnsfarben!
Das Museum muss auf Regentage warten...






Dienstag, 8. November 2011

Von 4 bis 6

Oft sind es Ereignisse, die die Woche, das Jahr, das Leben prägen.
Manchmal sind es aber auch Nicht-Ereignisse, die den Tag zum Erinnerungsfach im Hirn werden lassen.
In diesem Falle war es ein Ausflug in die Ardennen. Mit Freunden, mit Sonne, mit Proviat und mit Hund. Und mit und ohne Plan (ausgedruckte Routen waren vorhanden - ein Zeitraster hingegen nicht).
Loswandern hilft ... erstmal.... aber dann war's die falsche Route, danach ein serviceunorientiertes Café, dann die geschlossene Grotte, dann eine Zicke, die grade keinen Hunger hatte und damit ein frühes Mittagessen blockierte. Hmm.

Aber manchmal hat dann alles am Ende auch sein Gutes. Erstmal, weil es zu einer zweiten Wanderung in die ardenn'sche Hügellandschaft und zu nichtwiederholungsdürftigen Hundebegegnungen führte. Und dannach musste gemeinsam die Zeit von 4 bis 6 irgendwie überbrückt werden (denn dann erst öffnet die belgische Resto-Küche) ... trinkend auf der Veranda, in der Herbstsonne, ohne Plan, ohne Gesellschaftsspiel, ohne richtige Struktur. Ohne Ereignis eben. Aber schön: weil so kurzweilig, so angenehm, so normal. Und dann auch noch angereichert duch zwei große Tüten Pommes. Ist man belgisiert oder einfach nur einfachgestrickt, wenn man nach zwei Bissen derselben Glücksgefühle empfindet und kreisgrinsend im auf dem unbequemen Gartenstuhl sitzt?
Manchmal sind es einfach Nicht-Ereignisse - von 4 bis 6 - die den Tag zum Erinnerungsfach im Hirn werden lassen!

Sonntag, 30. Oktober 2011

Indian Summer belgisch

Freunde müssen ja eigentlich nicht viel machen. Freunde müssen einfach nur da sein. Freunde zu Gast zu haben ist per se schon ein Vergnügen (...okay, es gilt nach wie vor die alte Regel: mit Besuch ist es wie mit Fisch: nach drei Tagen fängt er an zu stinken - aber die ist anscheinend überall bekannt). Aber wenn die Freunde dann zum Besuch noch gutes Wetter mitbringen, dann freut manfrau sich natürlich noch mehr über den Gast.
...habe ich gutes Wetter gesagt? ich meinte natürlich wahnsinnigschönphantastischsonnigeblauhimmeliges und irgendwie so "Indian-Summer-in-belgisch" Wetter ... hmm, falls jetzt jemand weiß was ich meine.... ich mein so rotoragebuntblättrig... also, so:

 

und so:

   
Und ich finde Frühstück (mit Rührei und Ketchup - sorry - aber ein MUSS am Sonntag) auf dem Balkon Ende Oktober einen unglaublichen Luxus und weiß dann für einen (SEHR kurzen) Moment auch gar nicht mehr, ob ich die Klimaerwärmung eher gut oder eher scheiße finden soll....



Nunja. Wie gesagt ein wundervolles Herbstwochenende hier in Bruxelles! Wahrscheinlich auch wirklich wegen der sagenhaften farblichen Eindrücke: die neugekauften Herbstbekleidungsstücke erfreuen das Shoppingtrio, das Glas Rosé - auf dem Wochenendmarkt eingenommen - verlängert den Sommer und selbst zum Abschluss des Wochenendes säumen vierfarbige Säulen vor dem Bahnhof den Weg (des Gastes) nach Hause ...

Was sollen die eigentlich da? Hmmm, lieber nicht fragen (noch so ne alte Regel: keine W-Fragen!!!), denn sie entsprangen wohl der (hochbezahlten) Idee einer Werbe-/Image-Agentur. Demnach sollen diese vierfarbigen Säulen jeden Besucher der europäischen Capitale darauf hinweisen, dass er sich jetzt an einem Bahnhof befindet. Wäre wohl gut, wenn die Besucher das auch wüssten ... aber dafür wurde die Agentur wahrscheinlich nicht bezahlt....
Farblich passt es garade trotzdem - deshalb: könnte schlimmer sein, könnte regnen ;-)

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Badisches herbsten

"Über Baden lacht die Sonne - über Schwaben die ganze Welt".
Diesen Satz lernt man im Badischen etwa zeitgleich mit den 10 Geboten. Muss also irgendwann in der Grundschule gewesen sein. Ein Mantra, das prägt, das Programm ist. Und deshalb verbringt man sämtliche Sommerschulferien-Sommer mit der Dauerkarte sonnenbadend im Freibad und ergötzt sich an der unverhangenen Sonnenfinsternis 2000 während Stuttgart im Regen steht und denkt sich beim Joggen durch die Weinberge: "Zum Glück bleibt mir di'Kehrwoch erschbaard" -)
Er ist ein Traum in Baden: der sommerliche Herbst. Auf wetter.de war zu sehen: grauenWolken mit Regentropfen. In Brüssel sitzend und einen Heimaturlaub planend/packend dachte ich: "Scheiße." Aber zurück in der Heimat verwandelte sich das in ein "Jipiiiiehhhh - ich hab's doch gewusst!" ... Sonne, leckere Herbstäpfel, Waldspaziergänge, ... daheim ist, wo man hingehört...


Herbsten bedeutet ja in dieser Gegend auch, dass die reifen Weintrauben geerntet und danach - klar!- in Wein verwandelt werden... Und genau an dieser Stelle möchte ich einen Lanze für die gegnerische Landsmannschaft brechen: Großartigst!!! Ich habe selten einen besseren Weißwein zu sonnigen Herbsttagen getrunken als diesen (siehe Bild - ein Weißer von roten Trauben).
Okay, ich revidiere: die Welt (respektive ich) lacht nicht über euch, sondern strahlt euch in diesem Falle gnadenlos begeistert an :-)

Sonntag, 14. November 2010

Apfeltarte

Es gibt so Dinge im Leben, die man einfach mal machen muss.
Französische Apfeltarte zum Beispiel.
Zumindest, wenn man in einem (auch) französisch-sprachigem Land lebt und sich schon vor Monaten eine Tarte-Form gekauft hat (bei Dille & Kamille - eine tolle belgisch-niederländische Ladenkette für alles was in Heim, Garten und Küche so benötigt wird).
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht genau, was mich zu diesem Kauf bewogen hat, denn ich kann & mag eigentlich gar nicht backen. Aber wie gesagt: es gibt Dinge im Leben, die meint man einfach machen zu müssen. Der Gedanke daran schwirrt erst durch sämtliche Gehirngänge, setzt sich dann fest und wird plötzlich zum konkreten Idee, die sofort umgesetzt werden muss Bei mir war es heute morgen um 9:00 (Sonntag, d.h. senile Bettflucht) soweit: halbe Tasse Kaffe, und dann ging's auch schon los mit der Arbeit. Getreu dem Motto: Nur der frühe Bäcker backt den Kuchen.
Und voilà, dat isse, meine französische Apfeltarte maison ...

Freitag, 5. November 2010

Energie

Komischer Herbst. Oder besser: außergewöhnlich, neu, faszinierend.
In den vergangenen Jahren war der Herbst die Zeit, in dem ich mein Energiepensum runterschraubte (Fernseher statt Biergarten, drinnen statt draußen, Winterspeck statt Bikinifigur).
Dieses Jahr ist das anders. Zumindest was das Energiepensum angeht. Hier wird voll aufgedreht.
Wer keinen Fernseher hat, kann nun hier in Brüssel auf das Anstarren der Waschmaschine verzichtenen. Viel abwechslungsreicher ist es derzeit durch die dunklen Straßen zu schlendern und sich die erleuchteten Geschäfte, Restaurants, Arztpraxen, Privatwohnungen, ... anzuschauen. Der Belgier - ein Beleuchtungskünstler.
Es ist eine Parallelwelt die hier an den grauen Herbstabenden aufsteigt. Alles erleuchtet. Endlich ein Blick hinter die Kulissen belgischer Behaglichkeit. JA, diese Leute haben sich auf regnerische HerbstWinter-Abende eingestellt...
ich mich auch, denn wer durch lange Stadtwanderungen viel Energie verbraucht hat, sollte die derzeit dringend duch geröstete Kastanien wieder auffüllen.
Finde ich leckerer als Waffeln und duftet auch schööön .... nach einem anderen Herbst.