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Freitag, 10. August 2012

Jeannette

Hier geht es normalerweise um schöne Dinge, um die Weinglashalbvolllstattleer-Theorie, um Heiteres... das ist auch so beabsichtigt.

Aber es fällt mir in den letzten Tagen schwer sowas zu schreiben. Weil eine Person, mit der mich seit Grundschultagen und  immer & immer wieder danach in unserern einschneidensten  Lebensmomenten etwas ganz Besonderes verbindet, wieder mal vom Leben herausgefordert wird. Und das ist nicht fair - denn sie hat schon viele Male bewiesen, dass sie kämpft, kämpfen kann, durchhält und siegt. (:-))
Hat immer was von Fliegengewicht gegen Schwergewicht. Und dann trotzdem erhobenen Hauptes und mit durchgedrücktem Kreuz aus dem Ring gehen. Unglaublich und bewundernswert... oder schlichtweg: fast nicht zu begreifen!
Sie hat gefragt: "Soll  ich mal aufhören "hier" zu schreien?" JA! Bitte! Genug für ein Leben!

Hier laufen die olympischen  Spiele und ich bewundere ganz viele Leistungen, denke "wow"... aber weiß auch immer: DU bist die Kämpferin. Bin stolz auf  DICH! Immer! Und weil  am kommenden Wochenende viele Sternschnuppen fallen und ich sowieso Wünsche frei habe: Alles alles Gute & Liebe für dich!
UND: unser Lied & ich bin in Gedanken immer bei dir!



Montag, 7. Mai 2012

montagmorgens

Ich mag Montagmorgende, wenn sie sonnig beginnen, wenn der Muskelkater in den Beinen ein fettes, zufriedenes Grinsen ausloest und wenn der Buerocomputer zum Einstieg in die Woche ein superschoenes, leicht psychedelisches Hintergrundbild aus dem Wechselmodus praesentiert... das kann gerne so weitergehen.

Freitag, 5. November 2010

Energie

Komischer Herbst. Oder besser: außergewöhnlich, neu, faszinierend.
In den vergangenen Jahren war der Herbst die Zeit, in dem ich mein Energiepensum runterschraubte (Fernseher statt Biergarten, drinnen statt draußen, Winterspeck statt Bikinifigur).
Dieses Jahr ist das anders. Zumindest was das Energiepensum angeht. Hier wird voll aufgedreht.
Wer keinen Fernseher hat, kann nun hier in Brüssel auf das Anstarren der Waschmaschine verzichtenen. Viel abwechslungsreicher ist es derzeit durch die dunklen Straßen zu schlendern und sich die erleuchteten Geschäfte, Restaurants, Arztpraxen, Privatwohnungen, ... anzuschauen. Der Belgier - ein Beleuchtungskünstler.
Es ist eine Parallelwelt die hier an den grauen Herbstabenden aufsteigt. Alles erleuchtet. Endlich ein Blick hinter die Kulissen belgischer Behaglichkeit. JA, diese Leute haben sich auf regnerische HerbstWinter-Abende eingestellt...
ich mich auch, denn wer durch lange Stadtwanderungen viel Energie verbraucht hat, sollte die derzeit dringend duch geröstete Kastanien wieder auffüllen.
Finde ich leckerer als Waffeln und duftet auch schööön .... nach einem anderen Herbst.

Montag, 24. Mai 2010

Weltraumforschung

So, jetzt sind wir also endlich in unsere "richtige Wohnung" in Brüssel eingezogen. (Sehr schön hier, obwohl der Blick über die Dächer von Bruxelles jetzt durch einen über die Gärten von Kleinfamilien ersetzt wurde und sich die neue Nachbarschaft auch erstmal gegen Signore S. beweisen muss). Allerdings haben wir die letzten Tagen eher mit Ausmisten als mit Einrichten verbracht (und uns somit aller Dinge entledingt, von denen man vor dem Umzug denkt, dass man sie bestimmt noch mal gebrauchen könnte...). Das führte dazu, dass im Schlafzimmer noch kein Vorhang hängt. Jetzt denkt natürlich jeder, dass ich das problematisch fände, weil ich nicht Big-Brother-like zur Straße leben möchte. Das ist so falsch nicht, aber in Belgien hält das Leben ja immer eine "es geht noch absurder"-Variante bereit.

Direkt gegenüber steht eine Straßenlaterne - und die hat wohl nicht nur den Auftrag, den nächlichtlichen Kneipenbesucher sicher nach Hause zu geleiten, sondern auch sämtliche Weltallexpediteure. Wie ich darauf komme? Na, in der Astronautenszene nennt man das beleuchtete Autobahnnetz Belgiens (circa doppelt so dicht wie in Deutschland und durchgängig ausgeleuchtet) "The Belgian Window" und nutzt es als Orientierungspunkt auf der Erde genauso wie die Chinesische Mauer.

Ich glaube ja, dass mittlerweile auch zwischen den Autobahnen ausgeleuchtet wird. Zum Beispiel in unserer Straße. Und deshalb bin ich jetzt ein Bestandteil dieser Fixpunkt-Funktion für Astronauten. Das kostet mich den Schlaf - aber, wenn es der Wissenschaft dient...




... da Nächte ausschließlich im Dienste der Wissenschaft auf Dauer nicht erholsam sind, habe ich wieder was aus dem "Hau weg die alte Scheiße"-Haufen gezogen, und daraus eine Weihnachtspapier-Tesafilm-Abdunklung für das Schlafzimmer gebastelt. Nicht nur aus der Weltraumforschung kommen Dinge, die das Leben erleichtern.