... ist Nationalfeiertag in Belgien! Das bedeutet:
1. arbeitsfrei (was, wenn der 21. auf einen Samstag fällt, dem gemeinen Büroarbeiter ein Schulterzucken entlockt)
2. eine Präsentation der nationalen Panzer und sonstigem Miltitärequipment auf der Prachtstraße Rue de Regence (was mich als Pazifistin und in einem Bundeswehrdorf großgeworden unbeeindruckt lässt)
3. man kann den Tag wunderbar mit Karla durch die Stadt flanierend genießen: zum ersten Mal sonnig seit langem, voller gutgelaunter Belgier (oder Menschen, die sich so fühlen), FrittenbudeanFrittenbude, ein Spontanbesuch in der faszinierende Papiermodenausstellung von Isabelle de Borchgrave ... dann ein Bier für (gegen?) den Durst und Moules fürs Gemüt (und weil ja Nationialfeirtag ist ... das Ganze übrigens im sehr traditionnsreichen Lokal Taverne du Passage in der Galerie de la Reine! super - unbedingt nochmal hin!)
4. Radio Nostalgie gibt ein Konzert im Parc de Bruxelles ... mit den Hits der 60er, 70er, 80er...undundund .... und wer sich nur ein paar Schritte weg vom Bühnenbereich entfernt, kann frittenessendglücklichaufdemrasensitzendeBelgier beobachten...
5. gerade höre ich aus der Ferne auch das Feuerwerk... hmmm, ein Belgier möcht ich sein ;-)
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Samstag, 21. Juli 2012
Freitag, 15. Juni 2012
Spielerfrauen
Wer was über Spielefrauen erfahren will, die/der muss hier lesen. ... puhh, also: so viel/sprich: so häufig/ sprich: so themenfixiert wurde hier ja noch nie gebloggt ... und dann auch gar nicht hier, sodern da!
Macht Spaß!
Und: im richtigen Leben freu mich jetzt schon auf das nächste public viewing ... denn: ich mag ja andere Menschen echt gern... zeitweise zumindest... und denke gerade voll oft an die Fußball-WM 2006 in Berlin ... war sehr cool! Was? 2006? Time flies by ...
Macht Spaß!
Und: im richtigen Leben freu mich jetzt schon auf das nächste public viewing ... denn: ich mag ja andere Menschen echt gern... zeitweise zumindest... und denke gerade voll oft an die Fußball-WM 2006 in Berlin ... war sehr cool! Was? 2006? Time flies by ...
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Dienstag, 1. Mai 2012
Koninginnendag 2012
... Mensch, endlich, stand ja für mich als sagenwirmal
"beobachtende" Royalistin schon lange auf der to-do-Liste: mein
erster Koninginnendag! Niederländische Tradition ( Wiki definiert:
Koninginnedag, zu deutsch Königinnentag, ist Nationalfeiertag in den Niederlanden,
den Niederländischen Antillen und Aruba, der jährlich am 30. April
gefeiert wird. An diesem Tag feiern die Niederländer den Geburtstag der
Königin.
Aus diesem Anlass kleiden sich viele Niederländer in
Orange (Farbe des Königshauses von Oranien) und feiern landesweit mit Paraden,
Volksfesten und Konzerten.)
So oder so ähnlich habe ich das gestern auch gemacht ...
bzw. erleben dürfen! Herzlichen Dank an die Gastgeber: war volmaakt! Fries,
sate saus en Heineken ... und natürlich alle und alles in oranje! Hach, die
Beatrix hätte ihre Freude an uns gehabt. In den Mai über den Dächern von Bruxelles
in der Nähe der Etanges d'Ixelles ... mit Kölner Karnevalsmusik und Krönchen
... und nem klassischen Regenschauer zum Abschluss... I'm loving it!
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Sonntag, 5. Februar 2012
Kiezkonzert
Das Phänomen der Gentrifizierung ist in allen großen Städten vorzufinden. So sammeln sich gemeinhin die Jüngeren und Gutverdienenden in den angesagten Stadteilen an, genießen den speziellen Flair des Viertels und drängen doch gleichzeitig die einstigen Bewohner in die Randbezirke zurück. War in meiner alten Heimat Berlin am Prenzlauer Berg quasi im Zeitraffer mitzuverfolgen - die Substituierung der Ost-Berliner-Eckkneipen durch Latte-Macchiato-Cafés, Asia-Restaurants oder Yoga-Studios ist legendär. Hier in Brüssel ist alles ein bisschen durchmischter, da sich die Stadt ja sowieso nicht als Gesamtzusammenhang, sondern als Ansammlung von 19 Gemeinden versteht. Dennoch gibt es sie hier natürlich auch: die Gegend, in der alles ein bisschen hipper und schicker und teurer ist ... oder zumindest sein will. Und wenn man in einer solchen Gegend dann an einem Samstagabend zufällig in einer Kneipe landet, die noch aus der Kiezvergangenheit stammt, dann hat man ganz kurz das Gefühl in eine Parallelwelt einzutauchen. Diese wird bewohnt von Paaren jenseits der 60, die sich gerade für 15 Euro ein 3-Gänge-Menü einverleibt haben und sich jetzt selig grinsend mit der Flasche Rotwein auf dem Tisch auf der Eckbank zurcklehnen und dem Konzert der Furious Four lauschen. Musik aus den 60ern steht auf dem Flyer. Ein paar wenige tanzen und mindestens drei Hunde laufen von Tisch zu Tisch und werden gehätschelt. Die Protagonisten selbst haben die 60er-Jahre wahrscheinlich schon Autofahrend erlebt. Rocken aber, was das Zeug hält. War super. Wir waren augenscheinlich die einzigen, die sonst nicht da sind, wurden aber mit Kopfnicken von allen Seiten anstandslos in die Kneipencommunity integriert. Nach ein paar Bier am Tresen, wurden wir von der Besitzerin zum nächsten Konzert am 3. März eingeladen. Ist eingetragen.Und dann ging's wieder raus ins richtige Leben .. oder einfach in die andere Parallelwelt?
Mittwoch, 28. September 2011
Promenade verte-vedett
Wenn schon Altweibersommer, dann muss natürleich ein Ausflug ins Grüne mit ins Wochenedbespaßungsprogramm. Dieses Mal in Form einer Raddtour entlang der "Promenade verte", sozusagen auf dem grünen Gürtel rund um Brüssel herum.
Die ist echt grün, diese Promenade ....
... und schön und streckenweise romantisch und radfahrerisch anspruchsvoll (was nicht nur an verrückten Steigungen sondern auch an wilder Bepflasterung lag - da hilft nur stehend fahren und die Zähne zusammengebissen lassen) und voller Überraschungen sowieso (zumindest rechnet man nicht automatisch damit, in einer Eisenbahnanlage für Kinderlebensgröße odere in einem Rugbyspiel zu landen)...
Zumindest solange man diesem Schild folgt.
Sonst landet man nämlich schnurstracks im Industriegebiet. Und das ist dann ja bekanntlich nirgendwo der Knüller.
Obwohl....sind nicht Industriegebiete die idealen Ansiedlungsorte für zum Beispiel Brauereien?
Zum Beispiel für die, die das leckere Vedett herstellt. (Ob es jetzt tatsächlich soviel leckerer ist als die anderen sei dahin gestellt, aber es hat hier nunmal den Coolness-Faktor, der anderswo Afri-Cola, Tannenzäpfle oder früher auch mal Bionade zukommt bzw. kam).
Dann wäre nämlich diese Radtour unter dem Motto "Der Weg ist das Ziel" durchgeführt worden. Nach den Genuss des Gerstentrunks lässt es sich doch (kurzfristig) nochmal um einiges motivierter in die Pedale treten.
Aber die Duvel-Brauerei (zu der Vedett gehört) liegt schon immer auerhalb der Brüsseler Stadtgrenzen. Die Legende besagt, dass der Gründer Albert Moortgat zur Feier des Endes des 1.Weltkrieges ein Siegesbier braute. Sollte eigentlich "Victory Ale" heißen. Aber nachdem sein Freund das Bier aufgrund des hohen Alkoholgehaltes als einen echten Duvel (=Teufel) bezeichnet hatte, blieb es bei diesem Namen... und das ist bis heute so.
.... so, und wie so oft die Frage: wie komme ich jetzt nach ganz viel vom-Hölzchen-aufs-Stöckchen wieder zurück zum Vedett und zur Radtour? Manchmal hilft es die Dinge von ihrem Ende her zu betrachten.
Das Ende der Radtour sah so aus:
... und schön und streckenweise romantisch und radfahrerisch anspruchsvoll (was nicht nur an verrückten Steigungen sondern auch an wilder Bepflasterung lag - da hilft nur stehend fahren und die Zähne zusammengebissen lassen) und voller Überraschungen sowieso (zumindest rechnet man nicht automatisch damit, in einer Eisenbahnanlage für Kinderlebensgröße odere in einem Rugbyspiel zu landen)...
Zumindest solange man diesem Schild folgt.
Sonst landet man nämlich schnurstracks im Industriegebiet. Und das ist dann ja bekanntlich nirgendwo der Knüller.
Obwohl....sind nicht Industriegebiete die idealen Ansiedlungsorte für zum Beispiel Brauereien?
Zum Beispiel für die, die das leckere Vedett herstellt. (Ob es jetzt tatsächlich soviel leckerer ist als die anderen sei dahin gestellt, aber es hat hier nunmal den Coolness-Faktor, der anderswo Afri-Cola, Tannenzäpfle oder früher auch mal Bionade zukommt bzw. kam).
Dann wäre nämlich diese Radtour unter dem Motto "Der Weg ist das Ziel" durchgeführt worden. Nach den Genuss des Gerstentrunks lässt es sich doch (kurzfristig) nochmal um einiges motivierter in die Pedale treten.
Aber die Duvel-Brauerei (zu der Vedett gehört) liegt schon immer auerhalb der Brüsseler Stadtgrenzen. Die Legende besagt, dass der Gründer Albert Moortgat zur Feier des Endes des 1.Weltkrieges ein Siegesbier braute. Sollte eigentlich "Victory Ale" heißen. Aber nachdem sein Freund das Bier aufgrund des hohen Alkoholgehaltes als einen echten Duvel (=Teufel) bezeichnet hatte, blieb es bei diesem Namen... und das ist bis heute so.
.... so, und wie so oft die Frage: wie komme ich jetzt nach ganz viel vom-Hölzchen-aufs-Stöckchen wieder zurück zum Vedett und zur Radtour? Manchmal hilft es die Dinge von ihrem Ende her zu betrachten.
Das Ende der Radtour sah so aus:
Montag, 7. März 2011
Karneval
Wer sich je in der Karnevalszeit in der Nähe eines Rheinländers aufgehalten hat, der weiß: der MUSS singen, der MUSS schunkeln und der MUSS zum "Zoch" (wegen: Kamelle, Strüßjer, Bützje...)! Was macht man nun, wenn man derzeit in Belgien weilt und leider keine Zeit für einen Kölnausflug hat? Man fährt nach Binche!
Im etwas über 30.000 Enwohner großen Städtchen ist der Karneval DIE Sehenswürdigkeit überhaupt. Und das erkennt man vor Ort nicht zuletzt daran, dass wirklich jeder beparkbare Quadratmillimeter zugeparkt ist.
Das hatten wir unterschätzt - aber ansonsten waren wir eigentlich gut vorbereitet und wussten, dass der Bincher Karneval der alemannischen Fasnacht ähnelt und 2003 von der UNESCO in die Liste der „Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit” aufgenommen wurde. Denn der erste Umzug fand bereits 1395 statt.
So standen wir dann stundenlang in der Sonne (!) und warteten (an einer der wenigen Ecken, an der man von der Bierzufuhr abgeschnitten war) auf Masken und Schellen-Kostüme. Aber da kam nix. Oh doch, natürlich kanm da viel: Leute mit Bier-Hüten, Leute im Frittenkostüm , Leute verkleidet als Comic-Figuren... und alle hatten Spaß und überall spielte Musik... ziemlich belgisch eben... aber nicht alemannisch.Heute habe ich entdeckt, dass wir einfach zwei Tage zu früh dran waren. Denn: "In der Stadt Binche findet am Fastnachtssonntag ("Dimanche Gras") ein Umzug statt, wo Männer als Frauen ("Binchous") verkleidet und Frauen als Männer ("Mam'zèles") verkleidet, begleitet von Violen und Trommeln, durch die Straßen tanzen. Am Fetten Dienstag ("Mardi Gras") füllen die Gilles, die symbolisch für die Erneuerung des Lebens und Fruchtbarkeit stehen, schon 7 Uhr in der Früh die Straßen. Die Maske der Gilles ist allein den Männern vorbehalten. Der Kopf des Gille wird wie bei einer Mumie mit weißen Bandagen gewickelt, dazu trägt er um den Hals eine plissierte Krause und um die Taille einen schweren Gürtel mit Schellen. Die Kostüme selber bestehen aus einem groben Leinenstoff, sind mit den belgischen Landesfarben und Wappenlöwen geschmückt und mit Strohbüscheln ausgestopft. So ausstaffiert sehen die Gilles von Vorne wie das Michelin-Männchen und von hinten wie der Glöckner von Notre-Dame aus" (Quelle : www.carnevalo.de)
.... hmm, für's nächste Mal vormerken... obwohl, da will der Rheinländer auf jeden Fall nach Kölle ;-) Egal: meinen Kostümwunsch für das nächste närrische Treiben steht seit dem gestrigen Ausflug jedenfalls fest: ich geh als Fritte (- die Wucht in Tüten ;-))!
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Montag, 31. Januar 2011
"Aussie"-Kim
Wie hier schon das ein oder andere Mal nachzulesen war: Ich mag Belgien. Sehr! Was ich hier noch nicht so oft erzählt habe: Ich mag Australien auch. Sehr!
An beiden Ländern schätze ich vor allem die Ungezwungenheit, die Selbstgenügsamkeit, das Kuriose, die Bodenständigkeit und das Dosenbier. Kann es dann eine schönere Verbindung geben als eine belgische Australian-Open-Gewinnerin?? Die australische Zeitung The Age schrieb über Kim Clijsters gerade »Es gibt viele gute Gründe, sie zu mögen: sie ist unkompliziert, humorvoll und nicht mit Lleyton Hewitt verheiratet.« Hewitt ist ein australischer Schnösel-Tennisspieler. Nööö, sowas brauchte sie nicht - unsre Kim! Und wegen der vor Jahren gescheiterten Beziehung zu dem nicht von allen Australiern geschätzten Hewitt ist Clijsters down under sozusagen »adoptiert« worden.
So kommt zusammen, was zusammen gehört ;-)An beiden Ländern schätze ich vor allem die Ungezwungenheit, die Selbstgenügsamkeit, das Kuriose, die Bodenständigkeit und das Dosenbier. Kann es dann eine schönere Verbindung geben als eine belgische Australian-Open-Gewinnerin?? Die australische Zeitung The Age schrieb über Kim Clijsters gerade »Es gibt viele gute Gründe, sie zu mögen: sie ist unkompliziert, humorvoll und nicht mit Lleyton Hewitt verheiratet.« Hewitt ist ein australischer Schnösel-Tennisspieler. Nööö, sowas brauchte sie nicht - unsre Kim! Und wegen der vor Jahren gescheiterten Beziehung zu dem nicht von allen Australiern geschätzten Hewitt ist Clijsters down under sozusagen »adoptiert« worden.
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