Posts mit dem Label Resto werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Resto werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 11. November 2012

bruderherz


Ich wollte immer einen großen Bruder, bekam dann einen kleinen, der wuchs, jetzt hab ich einen großen...

... und eine  :-) wunderbare Zeit in BXL mit ihm.... mit einem Koch, Gastro-Unternehmer und Gourmand... interessant! Neee, vor allem schön und unterschiedlichst: er - Steak, ich- Muscheln, er - Kriek, ich - Maes,  er - tranquillo, ich - what's next... aber: we are family ;-)
schonOKso....
Seine Botschaft: lebe dein Leben - und zwar Vollgas! Deshalb sind wir dann zum Essen in die Volle Gas... parfait! Kleine-große Brüder sind cool!




Donnerstag, 24. November 2011

Haptisches

Hab ich mich eigentlich schon mal zum Haptiker bzw. zur Haptikerin bekannt??
(was issn das? Wikipedia sagt:: mit "haptischer Wahrnehmung, griech.: haptόs „fühlbar“, haptikόs „zum Berühren geeignet“, bezeichnet man das aktive Erfühlen von Größe, Konturen, Oberflächentextur, Gewicht usw. eines Objekts durch Integration aller Hautsinne und der Tiefensensibilität. Die Gesamtheit der haptischen Wahrnehmungen erlaubt es dem Gehirn, mechanische Reize, Temperaturreize und Schmerz zu lokalisieren und zu bewerten")
Falls nicht, dann mach ich das jetzt. Ja, ich bekenne: ich muss immer alles anfassen. Und obwohl ich blogge, mag ich gelegentlich in Realo alles Papierische lieber. Ich liebe das Geräusch von Papier, wenn man es zwischen Daumen und den restlichen Fingern reibt. Ich mag es, ein neues Buch wie ein Daumenkino hunderte Male durchlaufen zu lassen. Und ich mag es, dass Papier meist eine Geschichte erzählen kann (das tut es nur, wenn man es anfasst ;-))
Zum Beispiel hier die Aufzeichnungen unserer Französisch-Lehrerin während des Unterrichts. Die lässt sie immer da, wenn sie uns was aufgemalt hat. Ist ihr peinlich, das mit sich rumzuschleppen, weil sie denkt, sie sei eine schlechte Zeichnerin...(Rezeptoren auf der Zunge darstellen durch eine Quasi-Französin - wer könnte das besser? Halleluja)


Oder die Rechnung aus dem Resto gleich um die Ecke...längst schon wollten wir da hin. Aber hat nie geklappt. Und dann, mit einem ganz speziellen Gast, in einer ganz besonderen Zeit, war es genau das Richtige.Wunderbarer Abend.

Und natürlich: Geschenkpapier. Nicht, dass die Verpackung wichtig wäre. Aber beim Verpacken ist man sich ja schon (ziemlich) sicher, dass man was Schönes gefunden hat, und sich der/die andere beim Auspacken freut ... und dann freut man sich eben schon mal auf Vorrat mit, wenn man das Geschenkpapier in Händen hält (und schussendlich verklebt bekommt!) ... gesetzt den Fall, man ist haptisch veranlagt ;-)

Donnerstag, 17. November 2011

Restopass

Wer kennt das nicht: Entscheidungsschwäche.
Jeden Morgen: Kaffee oder Tee? Jeden Mittag: Sport oder Powernap? Jeden Abend: Resto oder Resto? Naja, letzteres gilt wohl hauptsächlich hier im Mekka des Restaurantangebots. Der gemeine Zugereiste, der hier Expat heißt, gibt auch nicht an, seit wie vielen JAHREN er hier in Brüssel lebt, sondern immer, seit wie vielen KILO.
Aber zurück zur Entscheidungsschwäche: wenn man - wie ich - dazu neigt, dann enden Resto-Wahl-Diskussionen oft mit dem schönen Satz "Gutes bleibt" und der Stammitaliener um die Ecke muss mal wieder Scampi mit Gemüse servieren. Habe ich auch nach hundertfachem Austesten nicht wirklich ein Problem mit. Aber manchmal denkt man sich ja schon, dass man sich freuen sollte, nicht irgendwo in der kulinarischen Pampa abgebildet zu sein, sondern eine breiteste Auswahl an kulinarischen Highlights in Griffweite zu haben. Wenn einem jetzt da nicht die Entscheidungsschwäche auf dem Weg von der Idee zur Umsetzung dazwischen kommen würde...
Und für sowas hat ein ganz schlauer Marketing-Mensch den Resto-Pass erfunden. Man zahlt knapp 40 Euro und hat dann für ein Jahr 40 Restaurants zur Auswahl, in denen man 30% aufs Essen bekommt. Bei den Preisen hier lohnt sich das so richtig. Belgisch-großzügig dabei ist, dass man weder vorher sagen muss, dass man ermäßigt speisen möchte, noch, dass das Angebot auf bestimmte Wochentage beschränkt ist. Echt 'ne nette Sache. Man fühlt sich quasi verpflichtet auszuprobieren ... tschüssi Entscheidungsschwäche ... und: es hat sich jedes der 13 Male echt gelohnt!
Jetzt ist er ausgelaufen, der erste Resto-Pass. Ergo: Wieder kaufen oder nicht? ;-) Quel question!

Donnerstag, 2. Juni 2011

Säulen der Werbung

Werbung ist so 'ne Sache.
Sie gehört zwar längst zu unserem Alltag, unterbricht die besten Filme, teilt uns mit, welches Image wir künftig mit Produnkt und Produkthersteller verbinden sollen und wird manchmal sogar zur eigenen Kunstform erhoben. Allerdings hat sie auch immer den leichten Beigeschmack des Manipulativen, des Unehrenhaften, des Irreführenden.
Werbung kommt nicht nur in ganz Europa vor, sondern ist auch im europäischen Recht durch die Werbefreiheit garantiert. Diese stützt sich auf zwei Säulen: Erstens auf die "Dienstleistungsfreiheit (Art. 49 EG-Vertrag), da Werbung als Vertriebsaktivität eine Dienstleistung im Sinne von Art. 50 EG-Vertrag ist". Und zweitens auf die "Warenverkehrsfreiheit (Art. 28 f. EG-Vertrag), da Ziel einer Werbung der Absatz von Waren ist." (Quelle: wikipedia).
Die neueste Werbeaktion hier in Brüssel stützt sich auf ganze vier Säulen(-galerien) ... und zwar auf die des Triumpfbogens im Jubelpark (Park Cinquantenaire)! Ein futuristischs Restaurant (mit Mondpreisen) obendrauf auf dem Wahrzeichen der belgischen Unabhängigkeit! Ja, darf man das??
Vielleicht in diesem Falle ja - geschichtlich betrachtet. Denn der Triumpfbogen war für die Weltausstellung 1880 geplant, konnte aber bis dahin nicht fertig gestellt werden, weil es an Geld fehlte. Die Regierung wollte für ein soch unnützes Bauwerk nicht soviel Geld ausgeben wollte. Erst durch private Geldgeber konnte der Bogen 1905 fertiggestellt werden - gerade rechtzeitig zur 75-Jahr-Feier der belgischen Unabhängigkeit....vielleicht sammelt er jetzt wieder Geld in eigener Sache, um zum nächsten runden Geburtstag 2015 ein Facelifting finanzieren zukönnen...oder halt ein paar Botox-Spritzen.
Will eben unabhängig sein, der Gute.

Samstag, 7. Mai 2011

Arabischer Frühling

Nach einer langen Autofahrt heute von D zurück nach B haben wir uns richtig gefreut, als wir uns auf der Terasse des "kifkif" (an den Étangs d’Ixelles) in die Sesselkissen schmeißen konnten. Entspannen, runterkommen, genießen  - das war der Auftrag.
Im Schatten dieses südspansisch oder auch osteuropäisch anmutenden Hochhausensembles scheint nix ferner zu liegen als ein sommerlich-leicht-arabisches Abiente. Aber genau das gibt es da. Und: Lauter lächelnde Leute - Gäste wie Servicepersonal (...beides ist in Brüssel nicht selbstverständlich....) UND: tolles arabisches Essen!!
... wunderbar leicht, sehr orientalisch, großartig zum Dippen und Unterhalten, aber leider erst fotografisch festgehalten, als alles schon zm wohligen Sättigungsgefühl beigetragen hatte... (foodfotographen sind überbewertet  - der Trend geht hin zum leere-Teller-Fotographierer, I guess& hope). So soll der Frühlng sein, so kann der Sommer kommen.
Temperaturtechnisch & kulinarisch muss für diesen Frühling in Bruxelles also festgehalten werden, dass alles supersonnenschein ist & lecker!
(.... und, ganz unarabisch  aber musitktechnisch freu' ich mich in auch gerade, dass in D eine kleine Franka das Licht der Welt erblickte, und uns ihre Eltern einen Frühlings-Soundtrack zusammengestellt haben... merci...manifique!)

Mittwoch, 13. April 2011

Stilles Örtchen

So ein stilles Örtchen ist ja per se still.
Manchmal aber auch ganz schön aussagekräftig.
Versteht man allerdings nicht immer sofort. 
Zum Beispiel wenn man vor der Toilettentür des Brüssler Restaurants Belgo Belge steht. Da fragt man sich (beim ersten Mal, versteht sich), warum der Toilettengang für die holde Weiblichkeit das reinste Vergnüngen zu werden scheint, während die männlichen Artgenossen  sich offensichtlich eher auf eine Enttäuschung einstellen müssen. Könnte zehnlagiges Frühlings- dufttoilettenpapier (oder eben keines) der Grund dafür sein? Oder vielleicht sind die Piktogramme auch einfach nur ein Hinweis darauf, dass das Frauen WC funktioniert, während das Männer WC vorrübergehend geschlossen ist....


Die Erklärung ist viel einfacher... ähmm, ich meine natürlich: viel absurder...
Anscheinend hält sich auch in Brüssel hartnäcklig das Gerücht, dass Mädels immer nur zu zweit auf Klo gehen. Und so hat sich der Innenarchitekt des Belgo Beges gedacht: okay, dann passen wir die Toilettenausstattung mal den Bedürfnissen unserer Gäste an ... voilà: das Doppeldamenklo!


Warum die Frauen-Piktogramme angesichts dieses Eingriffs in die Privatsphäre so fröhlich dreinschaun, ist mir zwar nach wie vor ein Rätsel. Aber man muss ja auch nicht alles verstehen. Und worüber man nicht reden kann, darüber soll man schweigen.... handelt sich ja schließlich auch um ein stilles Örtchen.