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Donnerstag, 17. Mai 2012

Schelde-Radtour

Ich mag ja Radfahren ... sehr gerne sogar. Schon immer. In meiner Kindheit habe ich mit meiner besten Freundin J. Rollschuhradfahrausflüge geliebt, d.h. Rollschuhe angeschnallt und dann mit denen aufs Fahrrad und losdüsen (weil man dann auch schnell ist, wenn man vom Fahrrad absteigt ;-))... und wir haben uns vorgestellt, wir hätten Pferde... und gepicknickt haben wir immer ... mit "geklautem" Mais oder auch Äpfeln (Mundraub = nicht justiziabel) und Dauerkeksen und Sunkist ... hach die 80er!
Heute war's fast so ähnlich ... ohne Rollschuhe: eine Fahrradtour im Scheldeland (getreu dem Motto "Was Wiki schon gesammelt hat muss ich nicht nochmals in neue Worte fassen): "Die Schelde (fr. Escaut) ist ein Fluss in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Sie entspringt in Gouy im äußersten Norden Frankreichs, fließt durch Flandern, unter anderem durch die Stadt Antwerpen. Dort befindet sich der zweitgrößte Seehafen Europas. Die Schelde hat seit dem Mittelalter eine wichtige Rolle in der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung von Flandern, Brabant und Hennegau gespielt. Sie war lange Zeit Grenze zwischen dem Königreich Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich.Sie ist ein langsamer und nicht besonders wasserreicher Fluss (104 m³/s)."

UND:  für's Herz isse auch, die Schelde, denn hier spielt die Handlung der romantischen Oper Lohengrin von Richard Wagner... ;-)
Heute war - wie gesagt Radfahren dran...richtig schööön hier... wie früher ... düsen ohne zu überlegen .... und weil das Weinbergskind die Hügel ja nicht so gerne mag: flaches Land, wohnin man auch blickt!
UND: quasi romantisch... denn Picknick gab's auch:

 

Samstag, 12. Mai 2012

grüngrüngrün...

... sind alle meine Kleider,
grüngrün grün ist alles was ich hab.
Waruhum lieb ich alles was so grün ist?
Weil mein Schatz ein Jägermeister ist. "
soweit erinnere ich das Kinderlied.
Und: Jägermeister ist nix Alkoholisches, sondern ein Beruf. Und: ich erinnere mich auch daran, dass wir das - mit meiner Oma singend - immer umgedichtet haben: " weil mein Papa eihein Bundeswehrler ist" ... denn: mit 5 hat man noch keinen anderen "Schatz" und tarn-grün ist auch grün (mein Papa arbeitete Zivil, aber die Busse hatten diese Farbe ;-)) ....
Heute ist grün für mich: Bois de la cambre (wunderschön morgens beim Laufen), Bärlauch (als Dipp zum heutigen Spargel - der Wahnsinn), der Farbtupfer meines neuen Fahrrads (yeah, endlich kann ich wieder durchdiegegendkurven) und der Park Ten Bosch (in dem man/ich sich am Ende eines Arbeitstages sehr relaxed auf eine Parkbank setzen & das fast tropisch-üppige Grün auf sich wirken lassen kann :-))


Mittwoch, 28. September 2011

Promenade verte-vedett

Wenn schon Altweibersommer, dann muss natürleich ein Ausflug ins Grüne mit ins Wochenedbespaßungsprogramm. Dieses Mal in Form einer Raddtour entlang der "Promenade verte", sozusagen auf dem grünen Gürtel rund um Brüssel herum.

Die ist echt grün, diese Promenade ....
... und schön und streckenweise romantisch und radfahrerisch anspruchsvoll (was nicht nur an verrückten Steigungen sondern auch an wilder Bepflasterung lag - da hilft nur stehend fahren und die Zähne zusammengebissen lassen) und voller Überraschungen sowieso (zumindest rechnet man nicht automatisch damit, in einer Eisenbahnanlage für Kinderlebensgröße odere in einem Rugbyspiel zu landen)...



Zumindest solange man diesem Schild folgt.

Sonst landet man nämlich schnurstracks im Industriegebiet. Und das ist dann ja bekanntlich nirgendwo der Knüller.

Obwohl....sind nicht Industriegebiete die idealen Ansiedlungsorte für zum Beispiel Brauereien?

Zum Beispiel für die, die das leckere Vedett herstellt. (Ob es jetzt tatsächlich soviel leckerer ist als die anderen sei dahin gestellt, aber es hat hier nunmal den Coolness-Faktor, der anderswo Afri-Cola, Tannenzäpfle oder früher auch mal Bionade zukommt bzw. kam).

Dann wäre nämlich diese Radtour unter dem Motto "Der Weg ist das Ziel" durchgeführt worden. Nach den Genuss des Gerstentrunks lässt es sich doch (kurzfristig) nochmal um einiges motivierter in die Pedale treten.
Aber die Duvel-Brauerei (zu der Vedett gehört) liegt schon immer auerhalb der Brüsseler Stadtgrenzen. Die Legende besagt, dass der Gründer Albert Moortgat zur Feier des Endes des 1.Weltkrieges ein Siegesbier braute. Sollte eigentlich "Victory Ale" heißen. Aber nachdem sein Freund das Bier aufgrund des hohen Alkoholgehaltes als einen echten Duvel (=Teufel) bezeichnet hatte, blieb es bei diesem Namen... und das ist bis heute so.
 
.... so, und wie so oft die Frage: wie komme ich jetzt nach ganz viel vom-Hölzchen-aufs-Stöckchen wieder zurück zum Vedett und zur Radtour? Manchmal hilft es die Dinge von ihrem Ende her zu betrachten.
Das Ende der Radtour sah so aus:



Dienstag, 20. September 2011

Autofrei

Vorgestern war hier autofrei.
Man sollte meinen, damit wäre dann die Hauptgefahrenquelle des Brüsseler Pflasters ausgeschaltet und lauftechnisch freie Fahrt für freie Bürger angesagt gewesen.
Mitnichten. Trotz Autofahrbverbotes: der Verkehr rollte - auf zwei Reifen. Ehrlich gesagt, habe ich es vorher immer so empfunden, als seien die Radfahrer eine von den Autofahrern bedrohte Spezies (mich eingegeschlossen, versteht sich). Aber seit gestern weiß ich: nein, sie werden von ihnen nur zu ihrem eigenen Schutze im Zaum gehalten. Einmal losgelassen herrschten vorgestern auf den Straßen vietnamesische Zustände (die Unterschiede der Verkehrsverhalten wurden  hier beschrieben). Man stand also am Gehsteigrand wie an einer von Tiefgewässern umgebenen Steilklippe und zitterte vor dem Moment, in dem man sich entscheidet, in die von beiden Seiten tosenden Verkehrswellen einzutauchen. Die Nation des großen Eddy Merckx rausche durch das Sonntagsidyll, als gäbe es einen letzten verbleibenden Stand mit Fritten, den es als erster zu erreichen gilt.


Zum Beispiel diesen.
Denn wenn man das Auto schon nicht als Fortbewegungsmittel nutzen kann, dann kann man es auch in den Dienst eurer Majestät ... ähhh... des Frittenkonsums stellen.... Und weil ich schon wieder mal bei der Fritte gelandet bin: von der Uni Augsburg gibt es eine Studie über Dialektzonen in Deutschland, die unter anderem die Fritten-Pommes-Pommfrits-Verteilung aufzeigt (Landkarte hier). Fällt in die Kategorie "Womit Sie unterhaltsame Small-Talks bestreiten können" ... und das muss man ja manchmal, wenn man vor lauter Radfahrern nicht dazu kommt, die Straße zu überqueren ...