Donnerstag, 29. Dezember 2011

Weihnachtshugo

Nicht, dass bei uns an Weihnachten die Bude und die Tage nicht sowieso schon mit Leuten en Masse angefüllt wären - in diesem Jahr brachte meine Schwester einen zusätzlichen Gast mit. HUGO. Und weil er farblich so gut zum Weihnachtsbaum passte (nein, ihm war nicht speiübel) und im ganzen Heizungsluftgeschenkeauspacktohuwabohu so erfrischend war, möchte ich ihn hier vorstellen.
 Das ist Hugo:

Er besteht aus: 150 ml Prosecco, 100 ml Mineralwasser mit viel Kohlensäure,2 cl Holunderblütensirup, 3 Blätter, Minze, Limettenscheibe, Eiswürfel
Mit diesen Zutaten wird dann wie folgt verfahren: Minzblätter in ein bauchiges Weinglas geben. Die Blätter mit dem Mörser etwas andrücken. Eine Limettenscheibe und Eiswürfel dazu. Dann mit Prosecco, Mineralwasser und Holunderblütensirup auffüllen. Fertig! Großartig! Früher war mehr Lametta - heute eben Hugo. Und: Loriot schauen und Hugo trinken klappt hervorragend!










Sonntag, 18. Dezember 2011

Fitnessweihnachtsbuffett

Culture Club ist nicht nur der Name der 80er-Jahre-Boy-George-Band, sondern bekanntermaßen auch der meines Fitness-Club. Ich liebe es, dorthin zu gehen. Nicht nur des guten Gewissens und des Muskelzuwachses wegen... nein, es herrscht dort eine eigentümliche, ganz wunderbare Atmosphäre vor: Familienunternehmen & Kleinstadttreff & Querbeetsportler & Alltagsabsurditäten. Ich gehe echt immer raus und denke: wenn ich etzt keine Ohren hätte, könnte ich beim Drandenken, was gerade eben wieder geschehen ist, im Kreis grinsen :-)
Da gab es schon die Tage, an denen (die von mir auf Mitte 90 geschätzte) Signora Maria nebst Pflegerin auftauchte. Nicht, dass sie auf einem der Geräte mehr als eine halbe Minute trainiert hätte, aber behandelt wurde sie vom Culter-Club-Team wie eine Spitzenportlerin. Jeder hielt die Daumen hoch, jeder feuerte sie an.
Oder welche, an denen einer der Trainer, der üblicherweise in Disco-Outfit und Rollköfferchen anrauscht, auch noch seinen Mops (in entsprechenden Outfit) mitbrachte und ihm jeden einzelnen Studio-Besucher vorstellt.
Oder welche, an denen es wieder von der Decke tropft (remember: Regen à Bruxelles), die Geräte ohne Plan (und ohne Sinn) umgestellt werden (was meist nicht klappt bzw. nicht von Dauer ist) und, on top, die Kindergartengruppe zu Gast im Übungsraum ist und alle 2 Minutenein kleines Kind angetapps kommt und die Toilette sucht (dann natürlich vom Culture-Club-Team bereut wird wie Signora Maria) ....
Oder eben Tage wie heute, an denen gefeiert wird. Weihnachten steht ja vor der Tür und dann gibt es eben im Fitness-Studio des Vertrauen auch ein Weihnachtbuffet... ähm...okääääy... nö, klar. Ich hätte so gerne einen Fotoapparat dabei gehabt, um die weihnachtlich dekorierte (Kugeln, Luftballons, Stoffweihnachtsmänner, Lichterketten) Ansammlung von Chipsbergen, Käsewürfeln, Tomatensuppe mit Baguette, Kuchenstückchen, Oliven und (Achtung:) gepellten BLUTWURSTSCHEIBEN zeigen (d.h. beweisen) zu können. Hatte ich leider nicht zur Hand. Hoffe, mir wird auch so geglaubt. Ils sont fous, ces Belges! J'aime ca!

Freitag, 9. Dezember 2011

Wörteradventskalender

Ich mag ja Schokolade nicht soooo sehr. Also Süßes prinzipiell nicht - außer Vanillejoghurt und Joghurteis und Kinderschokolade und Billigschokiausdemadventskalender. Muss irgendwo in der Kindheit eine traumatische Verankerung haben. Ist jetzt aber nicht Thema ...also das Trauma - denn: der Kalender schon.
Ich finde wirklich, der gehört zum Dezember wie Romeo zu Julia, das Äffle zum Pferdle und Loki zu Helmut. In Belgien gibt es aber sowas gar nicht: den Adventskalender. Da werden zwar ganz viele Geschenke zum Nikolausdatum überreicht (und zu Weihnachten noch zusätzlich, wenn man 1. nicht aus Belgien stammt oder 2. aus Belgien stammt, aber reich ist) - aber das tägliche Türchenöffnen ist nicht bekannt. Habe ich deshalb importiert. Die Auswahl in der Schönhauser-Allee-Arkade in Berlin hatte neben Sponge-Bob, Sexy-Hexi auch einen Schlümpfekalender im Angebot - na passt doch perfektestens!Aber irgendwie habe ich mir die letzten Tge gedacht, dass es noch viel schöner wäre, statt Billigschokiausdemadventskalender jeden Tag ein Wundervolleswort hinter dem Papiertürchen aufzufinden....
Zum Beispiel: herumschildkröteln (Gerhard Pold),schlucksessive (Astrid Paul), überbewertet (alle Rankingagenturen und Enttäuschten), Mamaladaamala (Ex-Franken-Studenten)... Locker würde ich 24 zusammenbekommen - vielleicht mach ich nächstes Jahr einfach "in Adventskalender"...Bis dahin lass ich den Weihnachtsmann/Nikolaus (je nach Verbreitungsgebiet  und Überzeugung) einen guten Mann sein und denke, dass das auf dem folgenden Bild seine belgische Erscheinungsform ist ;-)

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Erleuchtet

Immer wieder schön hier: die vorweihnachtliche Beleuchtung in Bruxelles...Schöööön .... auch für Nichtweihnachtsfreunde ... z.B. luftige Lichtgetstalten in den Straßen oder der Grand Place in blau   ... Energiekosten? ... Ähmmm... naja, wer seine Autobahnen beleuchtet, der darf auch das...last Christmas...tralalala...

Dienstag, 29. November 2011

Merkzettelzusatz

zusätzlich merken:
- ruuuuuhig Brauner, geht doch ....

Montag, 28. November 2011

Merkzettel

Es ist ein Kreuz mit dieser Altersdemenz, wenn man noch jung ist. Dann vergisst man nämlich nicht nur, sondern macht den selben Fehler immer und immer wieder.
Zum Beispiel Plätzchen backen. Ich hab echt immer so eine Art romanisch- bullabüeske Vorstellung davon: Weichzeichner, Zimduft, kuschelige Küche, apfelrote Bäckchen ... usw.
Aber dann, alle Jahre wieder, wird daraus in Realo: Chaos, Verbranntduft, klebrige Küche, hecktisch-rote Wangen.... usw.
Aber es gehört eben dazu. Und vielleicht wird es ja im nächsten Jahr entspannter, wenn ich vorher einen kurzen Blick auf diesen Merzettel werfe:
- Schwierigkeitsgrad beachten & akzeptieren
- Mengenangaben in den Rezepten einhalten
- Vorräte rechtzeitig überprüfen
- Zeitangaben zur Vorbereitung verdoppeln, Backzeit nicht!!


Donnerstag, 24. November 2011

Haptisches

Hab ich mich eigentlich schon mal zum Haptiker bzw. zur Haptikerin bekannt??
(was issn das? Wikipedia sagt:: mit "haptischer Wahrnehmung, griech.: haptόs „fühlbar“, haptikόs „zum Berühren geeignet“, bezeichnet man das aktive Erfühlen von Größe, Konturen, Oberflächentextur, Gewicht usw. eines Objekts durch Integration aller Hautsinne und der Tiefensensibilität. Die Gesamtheit der haptischen Wahrnehmungen erlaubt es dem Gehirn, mechanische Reize, Temperaturreize und Schmerz zu lokalisieren und zu bewerten")
Falls nicht, dann mach ich das jetzt. Ja, ich bekenne: ich muss immer alles anfassen. Und obwohl ich blogge, mag ich gelegentlich in Realo alles Papierische lieber. Ich liebe das Geräusch von Papier, wenn man es zwischen Daumen und den restlichen Fingern reibt. Ich mag es, ein neues Buch wie ein Daumenkino hunderte Male durchlaufen zu lassen. Und ich mag es, dass Papier meist eine Geschichte erzählen kann (das tut es nur, wenn man es anfasst ;-))
Zum Beispiel hier die Aufzeichnungen unserer Französisch-Lehrerin während des Unterrichts. Die lässt sie immer da, wenn sie uns was aufgemalt hat. Ist ihr peinlich, das mit sich rumzuschleppen, weil sie denkt, sie sei eine schlechte Zeichnerin...(Rezeptoren auf der Zunge darstellen durch eine Quasi-Französin - wer könnte das besser? Halleluja)


Oder die Rechnung aus dem Resto gleich um die Ecke...längst schon wollten wir da hin. Aber hat nie geklappt. Und dann, mit einem ganz speziellen Gast, in einer ganz besonderen Zeit, war es genau das Richtige.Wunderbarer Abend.

Und natürlich: Geschenkpapier. Nicht, dass die Verpackung wichtig wäre. Aber beim Verpacken ist man sich ja schon (ziemlich) sicher, dass man was Schönes gefunden hat, und sich der/die andere beim Auspacken freut ... und dann freut man sich eben schon mal auf Vorrat mit, wenn man das Geschenkpapier in Händen hält (und schussendlich verklebt bekommt!) ... gesetzt den Fall, man ist haptisch veranlagt ;-)